Cookies

  • DSGVO, Compliance und Cookie Consent Banner im Jahr 2021 – wer sich im Dschungel der Tools nicht auskennt, ist verloren

    ..oder: WordPress und die Sache mit den Cookies – welches Tool taugt was?..

    Hidiho liebe Community! Wir Blogger wissen ja: kaum hat irgendeine politische Instanz in Deutschland oder der EU eine seltsame Idee in Sachen Internet, wird es teuer für uns. Compliance und Cookie Consent Banner – das sind für die meisten von uns Fremdwörter.

    Und weil das so ist, reiben sich die Abmahnanwälte schon wieder kichernd ihre gierigen Hände – macht ja auch Spaß, Oma Frieda und Onkel Gustav, die im Internet unbedarft ob rechtlicher Konsequenzen die Fotos Ihres Urlaubs posten, mit einer saftigen Unterlassungserklärung für ihre Dummheit zu bestrafen. Wenn man mal so zielstrebig gegen den Hass im Netz umtriebig wäre – aber da lässt sich das Geld ja nicht so einfach verdienen – und damit ist über den Charakter von Anwälten auch schon alles wichtige gesagt..

    Compliance und Cookie Consent Banner(Bild links: So weit ist es also gekommen: Ein Blogger muss mindestens 1 Semester Jura studieren, um seinen Blog für die dummen Besucher Rechtssicher betreiben zu können. Informationen fürs Impressum, eine Seite mit den Datenschutzrichtlinien, die Möglichkeit anzubieten, dass ein Besucher auf Antrag gesammelte Daten löschen kann. Usw.. usw.. Hat schon mal irgendeiner meiner Blogger-Kollegen in seinem ganzen Leben mal so eine Anfrage bekommen?)

    Ja, wir müssen uns rechtlich absichern – sonst wird unser Hobby ein teures Hobby. Und wer einmal so eine happige Strafe zahlen musste, der wird sich überlegen, ob er noch Lust und Laune hat, weiter im Internet seinen Blog zu betreiben oder lieber in Zukunft Golf spielt – was auf Dauer billiger sein könnte.

    Die DSGVO – eine Lizenz zum Geld drucken (für Anwälte!)

    Die nicht ganz neue Masche ist die DSGVO, die immer schlimmere Auswüchse annimmt. Die Benutzung des Internets im Dickicht von TMG, DSGVO, Compliance und Cookie Consent Banner ist ein Gewürge und Geklicke von und auf Datenschutzhäkchen und Bestätigungsbuttons geworden. By the Way: Wer es immer noch nicht kapiert hat, dass er im Internet seine Spuren hinterlässt, der sollte echt mal überlegen ob der Genpool der Menschheit für Ihn noch zeitgemäß ist, oder er sich lieber auf Einzeller-Niveau zurück stufen lassen sollte.


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    (Naja, gut – einige Zeitgenossen aus der Sparte Impfgegner und Querdenker haben das auch schon ohne Antrag geschafft – aber so ganz generell sollte man schon mal ins grübeln kommen, wieso man auf Webseiten seltsamerweise genau die passende Werbung für Produkte angezeigt bekommt, die man sich ein paar Tage vorher auf anderen Seiten angeschaut hat. Spoileralarm: Nein, das ist kein Zufall!)

    Zum Thema Cookie Consent hatte ich nun einige Tools in der letzten Zeit genutzt. Leider waren die mehr oder weniger ziemlich Käse.

    Da wären also (Angeordnet in Reihenfolge der Nutzung) :

    • Das kostenlose Tool “Complianz”, hatte von Anfang an eigentlich immer irgendwelche Probleme. Kein Tag verging, ohne dass ein roter Hinweis im Backend meiner WordPress Installation aufpoppte, um mir zu sagen, dass wieder irgendwas neu konfiguriert werden müsste. Der Vorteil an dem Tool war, dass es nicht erst mit dem Heimatserver verbunden werden musste um zu funktionieren. Natürlich würde die niederländische Firma gerne zumindest die “Personal” Version für 39,00 € im Jahr verhökern und nicht die freie Version. Verständlich.. aber da in letzter Zeit auch immer mehr damit verwobene Plugins nachgeschoben wurden, die ich weder brauchte, noch bezahlen wollte, wurde das Tool COMPLIANZ wieder in die digitale Wertstofftonne geworfen.
    • Das nächste Tool, welches ich ausprobierte war “Cookiebot”. Da ich weit weniger als 100 Seiten habe, sollte die kostenlose Variante ja dicke reichen. Ja, so dachte ich einfältiges Schaf. Doch Cookiebot ist nicht in der Lage Seiten und Beiträge zu unterscheiden. Hey Leute – ich blogge seit fast 20 Jahren! was glaubt Ihr wie viele Beiträge ich schon geschrieben habe?!

    Was WordPress ohne Probleme gelingt schafft dieses Tool nicht? Selbst die nächsthöhere Hürde von 500 Seiten Obergrenze (für 9,00 € im Monat) hätte ich gerissen und hätte das 5.000er Seiten Paket für 21,00 € pro Monat kaufen müssen. Aber ein Tool, welches einen Beitrag nicht von einer Seite unterscheiden kann, soll ich zutrauen, dass es die Cookies richtig erkennt? Ihr wisst was als nächstes passierte? Genau: ab in die Tonne!

    • Das Serverseitige “Consent-Manager” sah erst mal ganz gut aus. Bis bereits nach wenigen Tagen die Meldung kam, dass meine 5000 Seitenaufrufe verbraucht wären. Ja, der Preis dafür, dass mein Blog so geil ist, ist der riesige Besucheransturm..

    Der Button für die Cookie-Einstellungen führte mich dann nur auf die Consent Manager Webpage und ich sollte auf den nächsthöheren Tarif wechseln. Der hätte dann gleich mit 49,00 € pro Monat (Ja richtig! PRO MONAT!) ein fettes Loch in mein Hobby-Budget gerissen. Öhh.. Nööö.. Noch schlimmer war, dass viele Funktionen meiner WordPress Installation nicht mehr funktionierten. Unter anderem wurden Funktionen des Jetpacks blockiert, so dass User meine Artikel nicht liken konnten. Sogar die Kommentarfunktion war funktionsunfähig. Die Schriften der Webseite (Google-Fonts) wurden nicht angezeigt und vieles mehr.

    Compliance und Cookie Consent Banner – Fazit:

    Kurz gesagt – meine Webseite sah kacke aus und war, was das tolle Wort “Benutzererlebnis” anging, ein Totalausfall. Ich Doofmann suchte den Fehler erst mal stundenlang woanders, bis ich darauf kam, dass dieses verfluchte Plugin dafür verantwortlich war. Eine Sekunde später war es deinstalliert und der Code aus dem WordPress-Header geschmissen.


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    • als letztes (und aktuell eingesetztes) Plugin setze ich Borlabs Cookie® in der Version 2.2 ein. Der Preis ist mit 39,00 € pro Jahr fair. Es muss nicht erst mit irgendwelchen Servern in Kanada kommunizieren um zu funktionieren, die Anzahl der Seitenaufrufe sind ihm schnuppe und es lässt sich ziemlich einfach in WordPress integrieren.

    Dieses Plugin lässt sich in wenigen Schritten konfigurieren und belastet kaum den Datenverkehr. Ich will keine Kaufempfehlung aussprechen – es gibt in dem Bereich (wo es ums Geldverdienen geht) naturgemäß noch etliche andere Anbieter. Für mich setze ich aber dieses Jahr auf das Tool von Borlabs (NICHT verwandt oder verschwägert mit BORLAND)

    Wie ist es mit euch? Habt Ihr auch schon Erfahrungen mit diesen Plugins zum Thema Compliance und Cookie Consent Banner gemacht? Welches könnt Ihr empfehlen?

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