..oder: wie realitätsfremd kann ein Mensch:in sein?
Beitragsinhalt
Heidiho, liebe Follower, Stammleser und Zufallsbesucher auf dem Weg zu spiritueller Erleuchtung! Wer jetzt auch ein Déjà-vu hat, der liegt richtig – bereits im letzten Beitrag hatte ich diese Begrüßung gewählt. Doch das macht ja einen guten Anchor Man aus – der hat eine eigene Begrüßungs- und Verabschiedungsfloskel. Na, und da ich immer berühmter werde, brauche ich auch langsam so was (Irgendwann werde ich wahrscheinlich sogar lange Hosen tragen).
Ja, meine heutige Ansprache aus der Kanzel der großen Dr. Nerd Kathedrale betrifft das Verhalten der Menschen – oder überhaupt DIE MENSCHEN – in den sozialen Netzwerken. Die Frage ist: wird man realitätsfern durch soziale Medien? Oder jovial gefragt: kriegen die Leute einen an der Waffel, wenn Sie sich zu lange in sozialen Medien rumtreiben?
Denn obwohl – beten wir dafür, dass es so bleibt – der Angstgegner Covid-19 langsam aus unserem Leben verschwindet, verschwindet eines leider noch lange nicht: und das sind die ganzen Bekloppten, die sich im Internet rumtreiben, krudes Gedankengut verteilen und auf Gleichgesinnte treffen, um dort Weltmeister im verteilen von Life Hacks zu werden, wie zum Beispiel das umwickeln des geimpften Arms mit Alufolie, damit der eingepflanzte Chip nicht das Gehirn programmieren kann – Tja, der Tip kommt für die armen Seelen leider zu spät, denn deren Gehirn besteht nur noch aus Entengrütze..
(Bild Links: der Seelendämon – was machen die sozialen Medien mit den Menschen? Wie ich das sehe, haben die sozialen Medien keinen guten Einfluss auf die Menschen. Für viele geht es nach einiger Zeit darum dort eine gewisse Berühmtheit zu erlangen. Das geht einher mit immer kruderen Inhalten, denn man will sich von der breiten Masse abheben. Irgendwann ist man dann völlig dem Wahnsinn verfallen und man schreibt nur noch Blödsinn)
Doch es sind nicht nur die ganz offensichtlich – nennen wir Sie “Gottes besondere Kinder” (um den Begriff durchgeknallte Vollspinner zu vermeiden) im folgenden “GbKs” genannt – GbKs, die das Internet zu einem Raum machen, indem man an schlechten Tagen schon nach 2-3 gelesenen Tweets mit den Augen rollt und Twitter entnervt schließt. Nein, auch Menschen, die von sich selber glauben, dass Sie zu den intelligenteren und privilegierten der Spezies Mensch gehören, schaffen es sich als Volldepp GbKs zu outen. Ein paar Beispiele aus jüngster Zeit? Bitte gerne..
Der Frauenarzt-Fail..
Eine Frau (lt. Twitter-Profil Coach mit gut gefülltem Follower-Konto von einigen Tausend) geht nach einer Unterleibs-OP zu ihrem Frauenarzt zur Nachuntersuchung (glaube ich wenigstens – ich kann den Tweet nicht mehr aufrufen, weil mich die Verfasserin geblockt hat). Der Frauenarzt macht eine Untersuchung und sagt Ihr dann “die nächsten 2 Wochen müsste Sie auf die ehelichen Pflichten verzichten”.
Na, da war aber mal was los. Ungefähr 30 Tweets in einem einzigen Thread dengelte die Dame, die ganz offensichtlich eine glühende Bekämpferin des Sexismus war, in die Twitter-App: dass wir im Jahr 2.0.2.1. leben und nicht im Mittelalter – dass er (der Arzt) professioneller argumentieren sollte, so ein Ausdruck geht gar nicht… blablabla.. so ging es endlos weiter! Diese Twitter-Nutzerin muss mindestens eine halbe Stunde oder noch länger auf Ihrer Tastatur rumgehämmert haben um soviel Gift zu verspritzen. Mit ebenso viel Gift versetzt waren die Antworten auf ihre Hasstirade: “den muss man doch der Ärztekammer melden”, “Der Typ geht gar nicht!”, und viele weitere nette Beileidskundgebungen, für die waidwunde Vaginaträgerin, wurden der Dame mit der ramponierten Muschi dagelassen.
Eine cleverer Alternative wäre vielleicht gewesen, entweder den Arzt mal darauf anzusprechen, dass er einen Begriff benutzt, der etwas out of Age ist, denn wenn man bekennende Feministin ist und gegen Sexismus, dann sollte man doch nicht auf den Mund gefallen sein – besonders wenn man ein Coach ist, und das sprechen vor anderen Menschen gewohnt ist, oder? Wenn man aber beim Mumu-Doktor das Maul nicht aufkriegt, könnte man (was für eine verrückte Idee!) einfach den Arzt wechseln.
Aber das gibt ja keine Follower und Likes bei Twitter, gelle? UND DARAUF KOMMT ES DOCH EIGENTLICH AN. Es ist mittlerweile zur Mode geworden: Den kleinsten Furz in den sozialen Medien aufplustern, damit man sich dort wichtig fühlen kann, weil man im wirklichen Leben nur eine nichtssagende Null ist!
Denn mal im Ernst: der Begriff “eheliche Pflichten” ist eigentlich relativ bekannt und wird auch im Rahmen der Justiz tatsächlich noch angewandt – eigentlich jedermann (aber scheinbar nicht jederfrau) weiß was damit gemeint ist. Der Arzt ging wohl auch davon aus, dass die Frau wüsste was gemeint war. Meiner Meinung nach hat er sich sogar korrekt verhalten.
Hätte er es so flapsig gesagt wie ich geraten hatte, wäre es sicher auch nicht gut angekommen – abgesehen davon wäre es auch nicht sehr professionell. Mein Vorschlag auf Twitter, dass ich es auch zeitgemäßer fände, wenn der Doc “Hey Hasi, die nächsten 2 Wochen hat deine Muschi mal Pause!” gesagt hätte, fand man wohl nicht so witzig. Ich wurde daraufhin geblockt – die Frau ist also sowohl Feministin, als auch Spaßbremse. Ich bemitleide den Mann, der die mal bekommen sollte – denke aber dass da für eine Partnerschaft wohl eher ein Frau in Frage kommt – so wegen der Seelenverwandschaft.. vastehste? Okay, abgehakt – nächster Fall (oder Fail)..
der Lehrerinnen-Fail..
Eine Frau beschwert sich – natürlich mit Foto der zensierten Klassenarbeit – fürchterlich auf Twitter, weil die Deutschlehrerin ihr Kind bei einem Diktat das Wort “Indianer” als falsch angekreidet hat. Nur hat der Sohn eben nicht das von der Lehrerin vorgelesene Wort “Indianer” geschrieben, sondern den Begriff “amerikanische Ureinwohner”. Hier war zur Abwechslung keine Feministin sondern eine Anti-Rassistin angepisst, denn auch hier wurde bewiesen, wie rassistisch die Lehrerin ist, wenn Sie dieses Wort als falsch markiert.
Auch hier war in der Antirassismus-Blase der Frau quasi in Sekundenschnelle eine mehrstellige Anzahl an Likes und Antworten die ihr beipflichteten: “Ehrenmann”, “ich feiere deinen Sohn”, “das sollte man dem Kultusministerium melden – die Lehrerin muss weg”, usw. .. Ich traute meinen Augen nicht mehr und meinem Verstand noch weniger! “WHAT THE FUCK STIMMT MIT EUCH GANZEN VOLLSPINNERN GbKs NICHT??”
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Mal ganz klar gesagt: Ein Diktat ist ein Diktat. Es ist kein Aufsatz, keine Inhaltsangabe oder Rezension. Wer schon zu lange aus der Schule raus ist, um sich dran zu erinnern – hier nochmal die Erklärung. Ein Diktat läuft folgendermaßen: Der Lehrer (normalerweise müsste ich jetzt hier gendern, aber diese ganzen Spinner GbKs können mich jetzt echt langsam mal alle!) liest einen Text vor und die Schüler schreiben den Text, so wie er ihn vorliest – und nicht so, wie Sie ihn für richtig halten. Klar, kann man machen – ist dann halt aber falsch. Und ist ein Wort falsch, wird es angemarkert. HÖRT SICH EINFACH AN – IST EINFACH!
Aber weil „einfach einfach einfach ist“ (hören Sie jetzt im Kopf bitte den dazugehöriigen Werbejingel), ist es ja viel einfacher die Schuld beim Lehrer zu suchen, als mal ein bisschen nachzudenken und dem Sohnemann erklären, was er beim Diktat falsch gemacht hat. Und zu guter Letzt: das Wort Indianer ist noch in allen offiziellen Unterrichtsmitteln vorhanden und von daher ist es eben auch korrekt – da kann sich das so der Bekämpfung des Rassismus verschriebene Mütterchen noch so sehr aufregen.
der Last but not Least Fail
Last but not least: eine Mutter regt sich in Twitter darüber auf, weil ihr drogenabhängiger Sohn Stoff bei einem Dealer gekauft hat und der gestreckt war – weshalb ihr kleiner Junkie nun in der Klinik liegt und mit dem Tode ringt. Schuld hat – wie könnte es auch anders sein – natürlich die Regierung, deshalb “bedankt” sie sich bei der Drogenpolitik dieses Landes. Auch hier gibt es sofort etliche Twitterer (vermutlich Drogenkonsumenten auf Entzug), die ins gleiche Horn blasen. Gemäßigte Stimmen der Vernunft werden (wie auch bei den beiden oberen Beispielen) direkt niedergemacht und beleidigt.
Wie realitätsfremd darf man eigentlich in diesem Land sein? Der Sohn begeht eine Straftat, kommt dadurch ins Krankenhaus und der Staat ist schuld? Und wieso sind scheinbar nur Frauen so krass drauf? Ich meine, ja – es gibt auch Typen, die wirres Zeug auf Twitter ablassen – aber die Frauen? Denen funkelt quasi der Irrsinn aus den Augen!
Ehrlich, ich habe Angst, wenn ich tatsächlich mal eine Beziehung ins Auge fassen sollte, dass ich an so eine völlig durchgeknallte Psychotante GbK wie die drei obigen Beispiele geraten könnte (meine bewegte Beziehungs-Vergangenheit hat mir gezeigt, dass dies sogar sehr wahrscheinlich wäre!). Da kann man doch nur noch auswandern.
Hey, ich habe meine Butze nicht deshalb auf schön getrimmt um Sie aus Angst um meinen Schniepel, den sich so eine durchgeknallte Männerhasserin GbK als Trophäe ins Regal stellen will, fluchtartig wieder zu verlassen.
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Doch werden wir mal wieder sachlich..
Ja, ich habe diese Beispiele rein zufällig gewählt, weil ich die so bezeichnend fand für den Geisteszustand vermeintlich „normaler“ Menschen. Und diese 3 Beispiele bringen den Leser dazu, zu lächeln – aber die Story dahinter ist etwas ernsterer Natur.
Was bei allen auffällt ist folgendes Verhaltensmuster:
Schuld haben immer die anderen (es wird nicht eine Sekunde darüber nachgedacht, ob der Fehler bei einem selber liegt oder die Umstände dies verursacht haben).
Argumente die jemanden dazu bringen mal den Sachverhalt zu relativieren und einen anderen Ansatzpunkt bei der Betrachtungsweise zu wählen, werden im schlimmsten Fall niedergeschrien, bestenfalls ignoriert.
Befürworter des eigenen Wahnsinns werden ebenfalls gelikt und man folgt sich schon nach einem einzigen positiven Kommentar um später selber automatisch mehr likes zu bekommen – dadurch wird die Blase mit den Menschen, die ähnlich schräg ticken, schnell größer.
Die obigen Punkte treffen auch auf die Querdenker zu – werden wir also durch die Nutzung der sozialen Medien wirklich immer blöder und radikaler in unseren Ansichten?
Tja, und jetzt Du. Was meinst Du: hat Covid-19 und die damit verbundene zeitweise Isolation Einfluss auf die Psyche des Menschen? Sind wir untauglich nach einer gewissen Zeit der Isolierung noch vernünftig zu denken oder zu argumentieren? Entwickeln wir sogar Hass auf alles was anders ist? Radikalisieren wir uns durch Isolation. Oder sind dies nur Einzelfälle von GbKs?
Peter, auch bekannt als DOKTOR NERD, hat schon mal das Attribut "bester Allround-Blogger" von einer bekannten Bloggerin verliehen bekommen - Inoffiziell versteht sich. Er war früher in sozialen Netzwerken aktiv - bis er feststellte, dass die sozialen Netzwerke ohne Ihn besser dran sind (und umgekehrt!). Hier schreibt er über alle Themen, die grade aktuell sind (und dabei ist ihm kein… More »
Die Realitätsfremden hab es schon immer. Durch die Sozialen Medien habe sie jedoch eine größere Reichweite und durch die Bubbles eine größere Resonanz bekommen. Und dadurch sind auch sehr komische Blüten entstanden, weil ein Mob viel schneller aktiviert ist.
Ich habe hier in der Umgebung auch einen irren Fall. Es gibt ein Traditionsbäcker der Das Mohrenköpfle heißt, in Bezug auch eine Süßspeise die es verkauft. Man kann sich nicht vorstellen was hier abgeht um ihn zu einer Namensänderung zu zwingen. Ein Laden der gefühlt schon seit dem vorletzten Jahrhundert besteht und den Namen trägt. „Früher“ würde es heißt „lass den Dorfdepp schwätzen“ und das Thema wäre abgehandelt.
Hallo Massimo,
Vielen dank für deinen Kommentar!
Ja, ich habe so etwas ähnliches von einer anderen Bäckerei gelesen. Da war es noch heftiger, denn die Bäckerei hiess „Mohren-Bäckerei“ – benannt nach dem Nachnamen des Bäckers, der Mohren hiess. Aber was soll der Mann machen? Seinen Nachnamen ändern? In Deutschland ist je nach Geschäftsform die Nennung des Nachnamens sogar Pflicht. Der bekam wegen seines „rassistischen“ Namens auch einen Riesenshitstorm, weil sich (und da sehe ich eines der größten Probleme) Menschen ohne großartig über die Hintergründe zu informieren, vor den Karren irgendwelcher Dödel spannen lassen.
Tatsächlich machen sich immer die armen Lichter zu Experten, die es gar nicht betrifft und die auch gar keine Ahnung haben und deshalb immer übers Ziel hinaus schiessen..
Diese „Gutmenschen“ sind – wenn man den Hintergrund und die Absicht den die bezwecken betrachtet – nicht besser wie damals die harten Nazis, die den Geschäften, die von Juden geführt wurden die Scheiben einwarfen oder die Fassaden beschmierten. Von denen wollte ja hinterher auch keiner Schuld sein..
Nein, das sind keine Einzelfälle. Social Media ist voll davon. Und das war schon lange vor Covid so. Irgendwie fallen bei den Leuten die Schranken, wenn sie glauben, sich unzensiert äußern zu können. Da wird nicht lange nachgedacht. Wie du beschreibst, ist es egal, wie das eigentliche Thema geartet ist. Über die „ehelichen Pflichten“ kann man sicher streiten, aber mal ehrlich… steht man (frau…) da nicht einfach souverän drüber? Das wäre wohl das letzte, worüber ich mich aufregen würde… Manche sind auf Social Media unglaublich aktiv, kommentieren, fechten regelrechte verbale Kämpfe aus… Und ich denke mir jedes Mal, nee… dafür ist mir doch meine Lebenszeit zu schade… das ist doch vergeudete Energie. Man kann sich auf solchen Portalen bis in die Unendlichkeit festbeißen. Da geh ich lieber wandern… ;-)
Hi Kasia,
ja, das ist das Problem – wie Du es beschreibst: sicher kann man bei dem Begriff „eheliche Pflichten “ sagen, „hätte man besser ausdrücken können“ – aber den Doktor deshalb gleich als Sexisten hinzustellen ist weit übers Ziel hinaus geschossen. Letztlich ist doch wichtig, dass er seinen Job professionell sagt. Mein Zahnarzt hat mir, als er seine neue Praxis aufgemacht hat, stolz die kompletten Räumlichkeiten gezeigt – dabei zeigte er mir auch den Wickelraum und meinte: „falls wir beide plötzlich entbinden müssen“ – in Anspielung auf unsere damaligen PLautzen. Wir haben da beide drüber gelacht. Andere finden in so einem Scherz schon wieder Body Shaming oder Mobbing.
Die Grenzen bei dem was man sagt anzuecken werden immer schmaler – wenn ich nicht auf Twitter gute Bloggerfreunde und einige Follower hätte, wäre ich dort auch schon weg.
Leider nur zu wahr, und man kann es nicht deutlicher schreiben, wenn man nicht die FSK-Freigabe bemühen will. Manche „Blasen“ in den sozialen Medien sind einfach zu abgehoben, aber das mit den abgehobenen Blasen schafft nicht nur das Zwitschervolk, wenn man sich mal in der Politk umschaut, kommen da noch viel mehr Blasen von einzelnen Parteien zum Beispiel zum Tragen. Je mehr wir uns klar werden sollten, das wir ein Volk (Menschheit) sind um so mehr wird klar das ein Zitat von Adenauer immer wieder zutrifft. „Wir teilen uns den gleichen Himmel, aber nicht den gleichen Horizont!“
Liebe Grüsse
Daira
Hallo Daira,
danke für deinen Besuch! Und natürlich auch für den Kommentar – das ist glaube ich ein wichtiger Punkt – diese „Blasen“. Den Begriff lese ich auf Twitter immer häufiger – allerdings werte ich den eher negativ. Es suggeriert mir, dass Menschen mit anderen Meinungen nicht akzeptiert werden. Das ist natürlich ein Unding, denn im Rahmen einer offenen Diskussion muss es möglich sein, auch andere Sichtweisen zu akzeptieren – sofern es sachlich ist. Die Entengrütze aus den Querdenkerhirnen klammer ich mal aus – von denen habe ich noch nicht einmal ein vernünftiges Wort gelesen. Aber bei normalen Problemen des täglichen Lebens – wie ja in den Beispielen von mir aufgeführt, da muss doch mal die Möglichkeit zur Selbstreflektion sein.
Und das was Du mit den Parteien sagst – ja, das ist mir auch sauer aufgestoßen. Ich weiß nicht ob die leute alle eine Hirnwäsche erhalten haben, aber wenn ich sehe, dass etwas grundlegend falsch läuft, dann muss ich meine Stimme bei der Abstimmung verweigern. Es gibt da so Begriffe wie „Koalitionszwang“ oder noch schlimmer und absolut negativ gefärbt „Kadavergehorsam“. Leider geht es eben auch in Parteien immer um Pöstchen, Einkommen und Macht. Solange sich das nicht ändert wird sich die Politik nicht ändern.
Beste Grüße
Peter
Der Wahnsinn greift immer mehr um sich. Die Irren haben seit einigen Jahren allerdings immer mehr Sprachrohre für sich entdeckt, mit deren Hilfe sie den Wahnsinn in die Hirne verteilen können.
Hi Martin,
danke für den Gegenbesuch.. ;-)
Ja, das haben die Wahnsinnigen etwas besser drauf als der Normalsterbliche – die finden immer neue Wege ihre kruden Gedanken zu verteilen. Ich bin gespannt wann neben den Flyern der Zeugen Jehovas die Einladung zu einem „Aufklärungsgespräch“ der Querdenker im Briefkasten aufschlägt.
Ich hoffe, das liest keiner von denen – nicht dass ich die auf dumme Gedanken bringe… :-)
CU
Peter
Peter, Peter, Peter, was soll ich nur mit dir machen?
ABFEIERN! Das ist ein großartiger Artikel. Wie ich es bei Twitter geschrieben habe: Derbe und drastisch. Aber so muss das. Wie soll man denn sonst anfangen, über diese ganzen Auswüchse ernsthaft nachzudenken?
Ich sag mal so: GBKs hab es schon früher, vor COVID. Aber es stimmt schon, irgendwie hat das Alles zugenommen. Die Fliege zum Beispiel: Dem Einen ist sie heilig und er entdeckt sein Herz für Insekten. Dem Anderen ist sie ein unliebsamer Eindringling, der entschieden bekämpft werden muss.
Ich denke, nie war der Spruch „Und jeden morgen steht ein neuer Verrückter auf“ so wahr wie derzeit. Deshalb möchte ich mich vor diesem Artikel verneigen. Sehr gut, dass du seit ein paar Tagen zurück bist.
Hi Henning,
sorry dass ich erst jetzt antworte – hatte dich auf dem Schirm, bist aber in meiner Timeline etwas nach unten gerutscht. Zuerst mal: danke für die Blumen!
Ich habe heute gelesen, dass Du auch in die Sommerpause gehst. Ja, das tut manchmal ganz gut – ehrlich man kommt entspannter wieder (wenn man auch die sozialen Netzwerke meidet). Ich wünsche dir gute Erholung und viel Spaß mit deiner Tochter. Genieß das Leben!
Beste Grüße aus dem Pott!
CU
Peter
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Die Realitätsfremden hab es schon immer. Durch die Sozialen Medien habe sie jedoch eine größere Reichweite und durch die Bubbles eine größere Resonanz bekommen. Und dadurch sind auch sehr komische Blüten entstanden, weil ein Mob viel schneller aktiviert ist.
Ich habe hier in der Umgebung auch einen irren Fall. Es gibt ein Traditionsbäcker der Das Mohrenköpfle heißt, in Bezug auch eine Süßspeise die es verkauft. Man kann sich nicht vorstellen was hier abgeht um ihn zu einer Namensänderung zu zwingen. Ein Laden der gefühlt schon seit dem vorletzten Jahrhundert besteht und den Namen trägt. „Früher“ würde es heißt „lass den Dorfdepp schwätzen“ und das Thema wäre abgehandelt.
Hallo Massimo,
Vielen dank für deinen Kommentar!
Ja, ich habe so etwas ähnliches von einer anderen Bäckerei gelesen. Da war es noch heftiger, denn die Bäckerei hiess „Mohren-Bäckerei“ – benannt nach dem Nachnamen des Bäckers, der Mohren hiess. Aber was soll der Mann machen? Seinen Nachnamen ändern? In Deutschland ist je nach Geschäftsform die Nennung des Nachnamens sogar Pflicht. Der bekam wegen seines „rassistischen“ Namens auch einen Riesenshitstorm, weil sich (und da sehe ich eines der größten Probleme) Menschen ohne großartig über die Hintergründe zu informieren, vor den Karren irgendwelcher Dödel spannen lassen.
Tatsächlich machen sich immer die armen Lichter zu Experten, die es gar nicht betrifft und die auch gar keine Ahnung haben und deshalb immer übers Ziel hinaus schiessen..
Diese „Gutmenschen“ sind – wenn man den Hintergrund und die Absicht den die bezwecken betrachtet – nicht besser wie damals die harten Nazis, die den Geschäften, die von Juden geführt wurden die Scheiben einwarfen oder die Fassaden beschmierten. Von denen wollte ja hinterher auch keiner Schuld sein..
Nein, das sind keine Einzelfälle. Social Media ist voll davon. Und das war schon lange vor Covid so. Irgendwie fallen bei den Leuten die Schranken, wenn sie glauben, sich unzensiert äußern zu können. Da wird nicht lange nachgedacht. Wie du beschreibst, ist es egal, wie das eigentliche Thema geartet ist. Über die „ehelichen Pflichten“ kann man sicher streiten, aber mal ehrlich… steht man (frau…) da nicht einfach souverän drüber? Das wäre wohl das letzte, worüber ich mich aufregen würde… Manche sind auf Social Media unglaublich aktiv, kommentieren, fechten regelrechte verbale Kämpfe aus… Und ich denke mir jedes Mal, nee… dafür ist mir doch meine Lebenszeit zu schade… das ist doch vergeudete Energie. Man kann sich auf solchen Portalen bis in die Unendlichkeit festbeißen. Da geh ich lieber wandern… ;-)
Hi Kasia,
ja, das ist das Problem – wie Du es beschreibst: sicher kann man bei dem Begriff „eheliche Pflichten “ sagen, „hätte man besser ausdrücken können“ – aber den Doktor deshalb gleich als Sexisten hinzustellen ist weit übers Ziel hinaus geschossen. Letztlich ist doch wichtig, dass er seinen Job professionell sagt. Mein Zahnarzt hat mir, als er seine neue Praxis aufgemacht hat, stolz die kompletten Räumlichkeiten gezeigt – dabei zeigte er mir auch den Wickelraum und meinte: „falls wir beide plötzlich entbinden müssen“ – in Anspielung auf unsere damaligen PLautzen. Wir haben da beide drüber gelacht. Andere finden in so einem Scherz schon wieder Body Shaming oder Mobbing.
Die Grenzen bei dem was man sagt anzuecken werden immer schmaler – wenn ich nicht auf Twitter gute Bloggerfreunde und einige Follower hätte, wäre ich dort auch schon weg.
Leider nur zu wahr, und man kann es nicht deutlicher schreiben, wenn man nicht die FSK-Freigabe bemühen will. Manche „Blasen“ in den sozialen Medien sind einfach zu abgehoben, aber das mit den abgehobenen Blasen schafft nicht nur das Zwitschervolk, wenn man sich mal in der Politk umschaut, kommen da noch viel mehr Blasen von einzelnen Parteien zum Beispiel zum Tragen. Je mehr wir uns klar werden sollten, das wir ein Volk (Menschheit) sind um so mehr wird klar das ein Zitat von Adenauer immer wieder zutrifft. „Wir teilen uns den gleichen Himmel, aber nicht den gleichen Horizont!“
Liebe Grüsse
Daira
Hallo Daira,
danke für deinen Besuch! Und natürlich auch für den Kommentar – das ist glaube ich ein wichtiger Punkt – diese „Blasen“. Den Begriff lese ich auf Twitter immer häufiger – allerdings werte ich den eher negativ. Es suggeriert mir, dass Menschen mit anderen Meinungen nicht akzeptiert werden. Das ist natürlich ein Unding, denn im Rahmen einer offenen Diskussion muss es möglich sein, auch andere Sichtweisen zu akzeptieren – sofern es sachlich ist. Die Entengrütze aus den Querdenkerhirnen klammer ich mal aus – von denen habe ich noch nicht einmal ein vernünftiges Wort gelesen. Aber bei normalen Problemen des täglichen Lebens – wie ja in den Beispielen von mir aufgeführt, da muss doch mal die Möglichkeit zur Selbstreflektion sein.
Und das was Du mit den Parteien sagst – ja, das ist mir auch sauer aufgestoßen. Ich weiß nicht ob die leute alle eine Hirnwäsche erhalten haben, aber wenn ich sehe, dass etwas grundlegend falsch läuft, dann muss ich meine Stimme bei der Abstimmung verweigern. Es gibt da so Begriffe wie „Koalitionszwang“ oder noch schlimmer und absolut negativ gefärbt „Kadavergehorsam“. Leider geht es eben auch in Parteien immer um Pöstchen, Einkommen und Macht. Solange sich das nicht ändert wird sich die Politik nicht ändern.
Beste Grüße
Peter
Der Wahnsinn greift immer mehr um sich. Die Irren haben seit einigen Jahren allerdings immer mehr Sprachrohre für sich entdeckt, mit deren Hilfe sie den Wahnsinn in die Hirne verteilen können.
Hi Martin,
danke für den Gegenbesuch.. ;-)
Ja, das haben die Wahnsinnigen etwas besser drauf als der Normalsterbliche – die finden immer neue Wege ihre kruden Gedanken zu verteilen. Ich bin gespannt wann neben den Flyern der Zeugen Jehovas die Einladung zu einem „Aufklärungsgespräch“ der Querdenker im Briefkasten aufschlägt.
Ich hoffe, das liest keiner von denen – nicht dass ich die auf dumme Gedanken bringe… :-)
CU
Peter
Peter, Peter, Peter, was soll ich nur mit dir machen?
ABFEIERN! Das ist ein großartiger Artikel. Wie ich es bei Twitter geschrieben habe: Derbe und drastisch. Aber so muss das. Wie soll man denn sonst anfangen, über diese ganzen Auswüchse ernsthaft nachzudenken?
Ich sag mal so: GBKs hab es schon früher, vor COVID. Aber es stimmt schon, irgendwie hat das Alles zugenommen. Die Fliege zum Beispiel: Dem Einen ist sie heilig und er entdeckt sein Herz für Insekten. Dem Anderen ist sie ein unliebsamer Eindringling, der entschieden bekämpft werden muss.
Ich denke, nie war der Spruch „Und jeden morgen steht ein neuer Verrückter auf“ so wahr wie derzeit. Deshalb möchte ich mich vor diesem Artikel verneigen. Sehr gut, dass du seit ein paar Tagen zurück bist.
Hi Henning,
sorry dass ich erst jetzt antworte – hatte dich auf dem Schirm, bist aber in meiner Timeline etwas nach unten gerutscht. Zuerst mal: danke für die Blumen!
Ich habe heute gelesen, dass Du auch in die Sommerpause gehst. Ja, das tut manchmal ganz gut – ehrlich man kommt entspannter wieder (wenn man auch die sozialen Netzwerke meidet). Ich wünsche dir gute Erholung und viel Spaß mit deiner Tochter. Genieß das Leben!
Beste Grüße aus dem Pott!
CU
Peter